Hormone und Abnehmen – diesen Einfluss haben sie wirklich

von | Mai 22, 2018 | Abnehmen | 0 Kommentare

In unserer Selbstwahrnehmung gehen wir immer davon aus, dass wir das eigene Gewicht komplett in der eigenen Hand haben. Wer viel und falsch isst und sich nicht bewegt, nimmt zu. Wer richtig und genügsam isst und dabei Sport treibt, nimmt ab. Soweit ist das auch richtig. Wenn wir scheitern, gehen wir davon aus, dass es mangelnde Disziplin ist und wir einfach nicht in der Lage sind, eine Diät durchzuhalten. So einfach ist das allerdings nicht, denn viele körperliche Vorgänge werden über Hormone gesteuert – unter anderem das Hungergefühl und der Stoffwechsel. Wir stellen dir im folgenden Artikel die Hormone mit dem größten Einfluss auf das Abnehmen vor und erklären dir, wie sie funktionieren und wie du sie am besten für dich nutzt.

Das sind die wichtigsten Hormone beim Abnehmen

 

  • Ghrelin

 

Ghrelin ist das Hormon, das für dein Hungergefühl verantwortlich ist. Es sitzt im Magen und signalisiert dem Gehirn, dass er leer ist und neue Nahrung benötigt wird. Wenn du nun weniger isst, dann führt das dazu, dass du in eine leichte körperliche Paniksituation verfällst. Du produzierst nun mehr vom Ghrelin, um deiner Forderung nach Essen Nachdruck zu verleihen – und du bekommst einen noch intensiveren Hunger. Das passiert übrigens auch, wenn du zu wenig schläfst.

Und genau das ist auch der Grund, warum radikale Hungerkuren nicht funktionieren. Einerseits wirst du immer hungriger und hungriger – und der Körper stellt seine Funktionen auf Sparflamme. Das kann auf Dauer gar nicht gut funktionieren. Stattdessen musst du darauf achten, dass du immer für einen ausreichenden Mageninhalt sorgst. Ghrelin unterscheidet nicht danach, was du isst, sondern nur, ob Essen in der Verarbeitung ist. Lebensmittel mit wenig Kalorien und vielen Ballaststoffen wie Gemüse und Suppen eignen sich dafür hervorragend.

 

  • Leptin

 

Leptin ist der Gegenspieler von Ghrelin. Es signalisiert dem Kopf, dass genug gegessen wurde und wir damit aufhören können. Das ist das Sättigungsgefühl, das du nach dem Essen erlebst. Problem hierbei ist, dass das Hormon allerdings in den Fettzellen des Körpers produziert wird. Nimmst du nun ab, verlierst du Fettzellen – und damit auch Produzenten für Leptin. Und das Ergebnis ist ein weniger starkes Sättigungsgefühl nach dem Essen.

Lösen kannst du das, indem du eben keine Radikaldiät machst, bei der du massiv Fettzellen in kürzester Zeit abbaust. Andernfalls wirbelst du das gesamte Gefüge von Hunger und Sättigung komplett durcheinander. Die Wahrscheinlichkeit, dass du schneller wieder zunehmen kannst, als du abgenommen hast, ist extrem hoch. Deshalb nimm kontrolliert und im gesunden Ausmaß ab. Außerdem kann ein Zinkmangel zu einer noch niedrigeren Leptinversorgung führen. Deshalb achte darauf, dass du über deine Ernährung immer genug davon zuführst. Am besten gelingt das über Kerne und Körner wie Erdnüsse, Sesam, Sonnenblumen- und Kürbiskerne.

 

  • Cortisol

 

Cortisol ist ein Hormon, das unter Stress produziert wird. Fühlen wir uns besonders gestresst, dann haben wir sehr wahrscheinlich eine Menge Cortisol im Blut. Früher war es dazu gedacht, in Extremsituationen plötzlich viel Energie freizusetzen – und diese dann wieder auffüllen mussten. Heißhungerattacken sind die Folge.

Das Problem ist, dass wir dieses negative Gefühl loswerden oder zumindest abmildern wollen. Das gelingt auf zwei unterschiedliche Weisen. Einerseits können wir uns in irgendeiner Form belohnen, sodass das Gehirn Glückshormone ausschüttet. Leider ist ein sehr häufiger Prozess der Belohnung dabei das Essen. Wir stopfen irgendwelche Dinge in uns hinein und bekommen das Signal, dass es uns dadurch besser geht – und das begünstigt eine Gewichtszunahme ungemein.

Der zweite Weg ist hingegen der Wichtige und Richtige. Bauen wir Cortisol ab, dann geht es uns ganz von alleine besser, weil das Stresslevel in unserem Blut nachlässt. Sport ist ideal dafür geeignet, ebenso aktive und kreative Tätigkeiten wie Lesen, Musik Machen, Malen und ähnliche Dinge. Nicht zu vernachlässigen ist unser Freundeskreis. Einerseits sorgt dieser ebenfalls für unsere Ausgeglichenheit. Andererseits darf man nicht unterschätzen, dass man mit Freunden viel mehr lacht – und Lachen kann den Cortisolspiegel deutlich senken.

 

  • Testosteron und Östrogen

 

Auch die Geschlechtshormone haben einen Einfluss darauf, ob wir vermehrt Hunger haben und leichter zunehmen. Sind sie nicht in ausreichendem Maße vorhanden, sabotiert das den Abnehmerfolg spürbar. Gerade im Rahmen des Zyklus wandelt sich der Hormonhaushalt ständig, was dazu führt, dass er kurz vor der Periode sehr niedrig ist. Dem kannst du entgegenwirken, indem du Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen zu dir nimmst. Diese binden nämlich Östrogen. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte eignen sich dafür sehr gut. Die Testosteronproduktion hingegen wird durch Sport gefördert. Daher solltest du auch in dieser Hinsicht dafür sorgen, dass du dich regelmäßig betätigst.

 

  • Insulin

 

Die Funktion von Insulin dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Du nimmst Essen zu dir, das im Magen verarbeitet wird. Je leichter die Bestandteile aufgegliedert werden können, umso mehr Zucker landet auf einmal im Blut – und umso mehr Insulin wird produziert. Ist der Vorrat allerdings aufgebraucht, dann signalisiert dir das Gehirn wieder Hunger, weil jetzt viel Insulin im Blut ist, aber nichts mehr, das es noch verarbeiten kann.

Wichtig ist deshalb, auf komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorn zu setzen, statt auf Rezepte mit gewöhnlichen Nudeln, Teigwaren und Reis. Damit bist du bei der Verarbeitung nämlich länger beschäftigt, die ins Blut abgegebenen Mengen sind kleiner und die Insulinproduktion ist ebenso eingeschränkt. Meide vor allem Zucker so gut es geht. Das ist der größte Hungermacher, den du dir zuführen kannst.

Das sind die Konsequenzen aus deinem Hormonhaushalt

Im Grunde genommen sind die Funktionen der Hormone nichts anderes als das, was wir dir auch in anderen Artikeln bereits vorgestellt haben. Ernähre dich gesund, hungere nicht, treibe Sport. Allerdings ist es natürlich sehr hilfreich, auch zu verstehen, warum diese Prozesse so funktionieren. Die Auswirkungen der Hormone lassen sich damit nämlich relativ gut steuern, sodass es mit dem effizienten Abnehmen auch tatsächlich klappt, statt dich abzumühen und damit vergleichsweise geringe Resultate zu erzielen. Daher nutze dieses Wissen für dich, um einen gesunden, effizienten und langfristigen Abnehmerfolg zu erzielen. Das kannst du bei MyBodyBet tun, indem du dich zusätzlich über unsere Challenges motivierst und Geld beim Abnehmen verdienen kannst. Aber wichtig ist vor allem, dass du es für dich und dein körperliches Wohlbefinden nutzt.