So kannst du mit der Trendsportart Bouldern abnehmen

von | Mai 15, 2018 | Abnehmen, Fitness | 0 Kommentare

Beim Bouldern handelt es sich um eine Trendsportart, die sich seit Jahren überall etabliert. Gerade durch die RTL-Sendung Ninja Warrior ist sie einem sehr breiten Publikum bekannt geworden. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass gerade erfolgreiche Boulderer die koordinativ schwierigen und für den Körper anstrengenden Hindernisparcours meist mit einer unglaublichen Leichtigkeit bewältigen? Das liegt daran, dass dabei jeder Körperbereich trainiert und Stück für Stück in der Koordination geschult wird. Bis man hier auf einem sehr professionellen Niveau angekommen ist, vergeht etwas Zeit. Allerdings kannst du auch oder gerade als Einsteiger mit etwas mehr Gewicht sehr gut in den Sport einsteigen. Wir zeigen dir, wie du erfolgreich mit dem Bouldern abnehmen und fit werden kannst.

Was genau ist der Bouldersport eigentlich?

Der Sport ist vom englischen „boulder“, also Felsblock, abgeleitet. Ursprünglich handelte es sich dabei ausschließlich um einen Vorgang, um Felsblöcke in natürlicher Umgebung zu erklimmen. Mittlerweile hat sich dieser Sport in zahlreichen Hallen weltweit in künstlicher Form etabliert. Das bedeutet, an einer Kletterwand von maximal vier bis fünf Metern Höhe sind Griffe für zu erkletternde Routen angebracht. Diese kletterst du so hoch, wie du möchtest. Einzig die Startposition der Hände und das Ende der Route, das sogenannte „Top“, sind vorgegeben. Von sehr leicht bis extrem schwer sind hier alle Schwierigkeitsgrade abgedeckt.

Der Bouldersport funktioniert komplett ohne Sicherung, da du im Regelfall nur ein bis zwei Meter tief fällst. Dafür werden meist sehr umfangreich ausgelegte weiche Matten genutzt, um eventuelle Stürze abzufangen. Entsprechend benötigst du weder viel Ausstattung, noch eine Sicherung in irgendeiner Form. Einzig Kletterschuhe sind hilfreich. Die werden dir aber in jeder Kletterhalle gegen eine kleine Gebühr leihweise angeboten. Auch darüber hinaus ist es sehr einsteigerfreundlich gestaltet, da es kaum Regeln gibt, die du beachten musst. Du suchst dir einfach eine Kletterroute aus, kletterst sie und steigst anschließend wieder ab.

Welche Vorteile bringt mir das Bouldern beim Abnehmen?

So einfach das Prinzip ist, so vielseitig zeigt sich der Sport. Entgegen der allgemeinen Annahme kletterst du nicht schwerpunktmäßig aus den Armen heraus und versuchst, dich hochzuziehen. Stattdessen sicherst du eher mit den Armen, versuchst gute Griffe für einen sicheren Stand zu nutzen und steigst mit der Muskelkraft aus den Beinen hoch. Da hier – unabhängig von Gewicht und Training – im Regelfall viel Stärke vorhanden ist, gelingt der Einstieg meist deutlich leichter als erwartet. Trotzdem ist die Sportart so komplex, dass du spielerisch alle Muskelgruppen in deinem Körper effektiv trainierst. So nutzt du für dich ein komplettes Workout, das noch dazu eine ganze Menge Spaß macht. Der Weg zur Sommerfigur geht sich so fast von alleine.

Die Klettervorgänge sind dabei – im Gegensatz zum echten Klettern –  nicht sonderlich lang. Einen Boulder (also eine Route) bewältigst du im Regelfall in einer halben Minute bis einer Minute. Es geht also hierbei mehr um den richtigen Einsatz deiner Muskelkraft und Koordination als um Ausdauertraining. In den leichtesten Stufen kannst du es etwa mit dem Steigen einer Treppe oder Aufstieg einer Leiter vergleichen. Das bedeutet gleichzeitig, dass du dich im Einstieg einem Problem meist relativ kurz widmest, ein Erfolgserlebnis erzielst und danach noch viele andere Probleme auf die gleiche Weise lösen kannst.

Einerseits führt das dazu, dass du eine Menge Spaß dabei hast. Das ist ein gravierender Unterschied zum Training im Fitnessstudio. Dort absolvierst du die Übungen, um bestimmte Muskelgruppen zu trainieren. Sie sind nicht verstärkt auf Spaß oder Erfolgserlebnisse ausgelegt, sondern zum Abarbeiten, damit die Muskeln wachsen. Wenn du dich dazu bisher nicht dauerhaft aufraffen konntest, wird dir das Bouldern eine völlig neue Motivation aufzeigen, dich zu verausgaben. Andererseits haben neuere Studien unlängst gezeigt, dass sich damit Depressionen mindern lassen. Grundsätzlich gilt das natürlich für jede Sportart, aber für diese in besonderem Maße. Das liegt unter anderem an der Vielzahl der Erfolgserlebnisse, die du dir selbst schaffst. In einer Einheit schaffst du eine Vielzahl von Problemen, bist stolz auf dich, dass du es schaffen konntest, und gewinnst Vertrauen in deine körperlichen Fähigkeiten. Unterstützt wird dieser Faktor durch die spürbaren schnellen Fortschritte, die du am Anfang nahezu von Einheit zu Einheit wahrnehmen wirst.

Kann ich auch mit Übergewicht bouldern?

Ja, das solltest du sogar definitiv probieren. In vielen Fällen merkt man bereits nach wenigen Einheiten eine ganz andere Art der Motivation, als man sie bei monotonerem Training häufig hat. Da auch überschüssiges Gewicht nicht selten mit psychischer Müdigkeit, Trauer und einer gewissen Trägheit einhergeht, sind gerade die oben erwähnten positiven psychologischen Effekte häufig ein regelrechter Startschuss, um mit dem Bouldern das Abnehmen seriös und effektiv zu betreiben. Es kann genau für den Tritt in den Hintern sorgen, nach dem du möglicherweise sogar selbst auf der Suche bist – und den kannst du dir in diesem Sport leichter selbst geben als in anderen Sportarten.

Noch dazu brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass du ungelenk aussiehst oder dich lächerlich machst. Gerade beim Bouldersport kannst du sehr viel Toleranz gegenüber anderen erwarten. Niemand wird dich als fett oder dick beschimpfen und dir raten, dass du lieber eine Diät machen solltest, bevor du wiederkommst. Anfänger sehen immer zunächst ungelenk aus, egal wie viel Gewicht sie mitbringen. Allerdings wird das niemand zum Anlass nehmen, sich über dich lustig zu machen. Im Gegenteil: Eher wird dir Respekt entgegengebracht, wenn du trotz ein paar Pfunden zu viel deine Kletterrouten bewältigst und dich stetig verbesserst.

Rein körperlich gibt es beim Klettern nicht sonderlich viel zu beachten. Da der Aufstieg der Routen aus allen Körperpartien geleistet wird, verteilt sich die Belastung auch relativ gleichmäßig auf diese. Du unterliegst nicht den Nachteil, dass du beispielsweise die Knie übermäßig in Mitleidenschaft ziehst. Es gibt allerdings einen Punkt, bei dem du Vorsicht walten lassen solltest. Hast du einen Boulder bezwungen, kannst du entweder abklettern oder abspringen. Beides hat seine Vor- und Nachteile, das Abklettern beispielsweise mehr Kontrolle und ein intensiveres Training. Das Abspringen hingegen spart Energie und bietet dir die Möglichkeit, mehr Boulderprobleme anzugehen. Allerdings solltest du beim Abspringen wissen, wie du es richtig machst. Landest du nämlich hierbei auf den Füßen und fängst dich rein aus den Beinen ab, wirst du deine Knie übermäßig strapazieren. Um das zu vermeiden, solltest du zwar auf den Beinen landen, dich bei der Landung aber nach hinten auf der Matte abrollen. So verhinderst du, dass du dein ganzes Körpergewicht in deine Knie „hineinjagst“.

Welche Erfolge kann ich mit regelmäßigem Bouldertrainings erzielen?

Schau dir einmal klassische Kletterer an. Du wirst feststellen, dass es sich dabei nicht um die größten Muskelprotze handelt, die du je sehen wirst. Stattdessen wirken sie meist relativ schlank, manchmal fast schmächtig, aber körperlich sehr definiert. Das hat einen völlig pragmatischen Hintergrund: Viel Muskelumfang bedeutet auch viel Gewicht – und unnützes Gewicht stört beim Bewältigen der Kletterrouten.

Das bedeutet, dass das Bouldertraining zwar den ganzen Körper fordert, aber gezielt die Muskelpartien ausbildet, die du für eine regelmäßige Kletterbelastung benötigst. Zwar betrifft das nahezu jeden Bereich deines Körpers, aber der Muskelaufbau erfolgt überall gezielt und in einem überschaubaren Rahmen, nicht auf Muskelmasse. Gleichzeitig heißt das für dich, dass mit dem Bouldern abnehmen fast von selbst gelingt. Bei gleicher oder besserer Ernährung wirst du völlig automatisch Fortschritte bei deinem Gewicht feststellen. Die Sportart erfordert in der Spitze vor allem Definition, nicht Umfang. Entsprechend handelt es sich um eine perfekte Sportart, um deinen Abnehmerfolg bei MyBodyBet zu maximieren. So wirst du nicht nur körperlich fit, sondern verdienst mit uns zusätzlich auch noch Geld.

Brauche ich ein gezieltes Workout neben dem Bouldertraining?

Gerade als Einsteiger reicht es völlig aus, wenn du zwei- bis dreimal pro Woche in die Boulderhalle fährst. Zusätzliche Übungen sind für den Anfang absolut nicht notwendig, das wirst du allein schon am breit verteilten Muskelkater merken, den dir speziell die ersten Einheiten bescheren. Genau das ist auch das Geheimnis, warum Bouldern und Abnehmen hervorragend zusammenpassen: Du schaffst dir quasi von selbst eine intensive Trainingseinheit, das sich durch die hohe Motivation gar nicht so schlimm anfühlt. Trotzdem wird es dir körperlich massiv weiterhelfen.

Natürlich kannst du, wenn du das möchtest, trotzdem ergänzendes Training machen. Dann solltest du zunächst aber eher weniger auf ergänzenden Kraftaufbau setzen, denn in den ersten Wochen und Monaten gewinnst du ganz von alleine viel Kraft hinzu. Stattdessen sind Workouts zur Steigerung der Beweglichkeit oder Cardio-Einheiten ein sinnvoller Zusatz. Dadurch trainierst du Bereiche, die dir entweder an der Kletterwand zusätzlich helfen oder auf denen beim Klettern selbst nicht der Hauptschwerpunkt liegt. Wenn du auf einen gesunden Mix aus Kraft und Ausdauer Wert legst, ist das Bouldertraining eher als die Krafteinheit zu betrachten.

Fazit

Das Bouldern bietet dir eine hervorragenden Mix, der so nur in wenigen anderen Sportarten zu finden ist. Es schafft durch viele Erfolgserlebnisse und abwechslungsreiche Bewegungsabläufe eine hohe Motivation, den Sport langfristig zu betreiben, und steigert völlig automatisch dein Körperbewusstsein und dein Gefühl für Koordination. Dadurch steigt automatisch auch dein Selbstwertgefühl. Das Ganze findet auf Basis eines Trainings statt, das den ganzen Körperbau beansprucht und daher als ganzheitliches Training völlig ausreicht. Natürlich gibt es keine Garantie, dass du an dem Sport zwangsläufig gefallen finden wirst. Aber aufgrund der zahlreichen Vorteile rate ich dir dringend, es auf jeden Fall einmal auszuprobieren. Kannst du dich dafür begeistern, wirst du praktisch völlig automatisch mit dem Bouldern abnehmen – und hast noch dazu eine ganze Menge Spaß dabei.