Welche Rolle spielt das Gehirn beim Abnehmen?

von | Apr 24, 2018 | Abnehmen | 0 Kommentare

Wer abnehmen möchte, schaut dabei in erster Linie auf seinen Körper. Ein Speckröllchen zu viel hier, ein paar Gramm zu viel dort. Auf die Idee, dass unser Gehirn beim Abnehmen eine große Rolle spielt, kommen wir gar nicht. Und doch ist das der Fall. Ohne es funktioniert das Abnehmen nicht. Wir erklären dir im folgenden Artikel, wie du es in deine Abnehmpläne einbeziehen musst, damit du dabei Erfolg haben kannst.

Macht Denken wirklich schlank?

Jein. Einerseits ist das Gehirn verhältnismäßig das Organ, das im Körper mit Abstand den größten Energieverbrauch ausmacht. Es nimmt etwa 2 Prozent des Körpergewichts ein, beansprucht aber 20 Prozent deines täglichen Energiebedarfs. So kann man durchaus auf die Idee kommen, dass Denken ein energietechnisch sehr relevanter Vorgang ist und man mit größerem Denkaufwand auch besser abnimmt.

Das funktioniert in der Praxis allerdings nicht. Auch wenn deine Denkprozesse einen so großen Energiebedarf erfordern, lässt sich dieser nicht durch mehr und kompliziertes Denken erhöhen. Es ist als Organ nämlich daueraktiv und verbraucht so recht konstant die gleiche Menge an Energie. Eine bewusste Steigerung dieses Energiebedarfs durch Gehirnjogging oder andere fordernde Denkvorgänge kannst du also nicht erreichen.

Wie dein Kopf den Abnehmerfolg steuert

Allerdings nimmt dein Kopf auf andere Weise Einfluss auf den Abnehmprozess. Wir haben häufig bereits davon gesprochen, dass dein Essverhalten aus deinen Gewohnheiten resultiert und diese nur durch eine Umprogrammierung dauerhaft umstellen lassen. Das ist auch das Problem bei Diäten, bei denen du gefühlt auf alle Rezepte verzichtest, die du eigentlich magst. Das Problem dabei ist, dass du diesen Kampf nicht wirklich gewinnen kannst. Für eine gewisse Zeit hält die Vernunft noch dagegen und sorgt dafür, dass du diese Umstellung durchhältst. Aber allein das Wort „durchhalten“ symbolisiert den inneren Kampf, der dabei stattfindet. Das Gehirn möchte in Form von Belohnung gestreichelt werden – und irgendwann wird dieser Drang so groß, dass du Heißhungerattacken bekommst und all das in dich reinstopfst, was zwar ungesund für dich ist, aber dich irgendwie befriedigt. Gewohnheit schlägt Verstand.

Genau dieses Belohnungssystem ist auch das Problem beim Abnehmen. Sind wir es gewohnt, uns über Süßigkeiten zu belohnen, schüttet das Gehirn Dopamin aus und macht uns glücklich. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt. Manchen genügt schon eine Praline, manche essen gleich die ganze Packung. Und je länger wir ohne unser gewohntes Essverhalten auskommen, umso schwieriger wird es, dagegen anzukämpfen. Alles wirkt noch verlockender, riecht besser, schmeckt intensiver, je länger man darauf verzichtet. Es handelt sich also um ein problematisches Suchtverhalten, das uns zu falschem Verhalten bringt und unseren Abnehmerfolg in den Sternen stehen lässt. Bei einer gescheiterten Diät stellt sich zusätzlich das Gefühl von Misserfolg ein, was zu einer erhöhten Produktion des Stresshormons Cortisol führt – und das wiederum verstärkt unser Verhalten nur umso mehr.

 

Wie breche ich diese Strukturen auf?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen. Ganz wichtig ist zunächst, dass du diesen Mechanismus, der dahintersteht, verstehst. Abnehmen in Form einer Ernährungsumstellung musst du erst lernen. Fehler gehören einfach dazu. Nur weil du einmal in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bist, heißt das nicht, dass du automatisch gescheitert bist und versagt hast. Diesen Versagensdruck musst du dir unbedingt nehmen, denn er begünstigt das Scheitern umso mehr.

Außerdem musst du natürlich dein  Belohnungszentrum in den Abnehmprozess mit einbeziehen. Ohne den Focus darauf funktioniert es nicht. Da du dich aber nicht – wie wahrscheinlich gewohnt – über Essen belohnen oder trösten darfst, musst du andere Wege zu finden, dich zu belohnen. Genau dann wird nämlich die Belohnungslust über das Essen nachlassen. Wichtige Voraussetzung ist, dass du für ein möglichst ausgeglichenen Bewusstseinszustand bei dir sorgst. Suche dir Dinge, mit denen du Stress bewältigen kannst. Dadurch förderst du den Abbau von Cortisol und fühlst dich insgesamt wesentlich wohler. Das kann über das Lesen, kreative Tätigkeiten wie Malen, Musizieren oder Schreiben erfolgen, genauso wie über Sport und die aktive Teilnahme am Leben und deinen Freundeskreis. Je wohler du dich fühlst, umso leichter kannst du alte Gewohnheiten aufbrechen.

Ebenso solltest du dir auch einmal Dinge gönnen. Das kann ein neues Paar Schuhe sein, ebenso wie neue Klamotten, DVDs, Bücher oder dergleichen. Eben alles, was dich motiviert und dir das Gefühl gibt, dass es dir als Person gut geht. Nur dann kann eine Ernährungsumstellung auch wirklich funktionieren, denn du fühlst dich dann wohl dabei. Und genau das ist der Weg, den wir von MyBodyBet dir gerne an die Hand geben möchten. Du kannst gemeinsam mit uns abnehmen, Challenges gewinnen und damit Geld verdienen – aber umso wichtiger ist es, dass du dir das richtige Umfeld für einen langfristigen Erfolg schaffst. Nur so wirst du in der Lage sein, deine Ergebnisse auch zu halten – und langfristig mit deinem Gewicht glücklich zu sein.